Instagram Caption unwichtig?

  • InstaLogos © Pixabay

Bei Instagram steht ganz klar der visuelle Eindruck im Vordergrund. User und Werber fokussieren gleichermaßen auf das perfekte Bild- oder Videoerlebnis. Allzu oft wird der Bildbeschriftung (Caption) nur wenig Bedeutung zugestanden. Ein Bild sagt immerhin mehr als tausend Worte, insofern ist die Caption wenig relevant oder?

FALSCH! Die Bildbeschriftung ist relevant, wenn nicht gar genauso relevant, wie das Bild oder Video selbst. Gerade die Videoinhalte sind es, die die Bedeutung der Caption weiter stärken. Denn die Beschriftung bei einem Videobeitrag muss einen User noch mehr fesseln, als bei einem Bild, da er/sie das Video sonst womöglich gar nicht erst startet.

Was kann die Caption nun für unseren Content tun? Die Caption ermöglicht es, die Persönlichkeit einer Brand zu verstärken, sie kann eine Geschichte erzählen oder zur Interaktion aufrufen.

Nun ist natürlich klar, dass nur eine wirklich gute Caption, mit einer entsprechenden visuellen Aufbereitung eine Chance hat, beim wilden Durchscrollen der User durch die timeline, Aufmerksamkeit zu erregen.  Darum haben wir für euch die wichtigsten Regeln zur Gestaltung von besseren Captions inklusiver einiger „Geheimtipps“ zusammengetragen.

Unser gemeinsames Ziel: Captions schreiben, die auffallen, Interaktion anregen und so die Reichweite ankurbeln, ohne an Authentizität zu verlieren.

1. First things first

First things first ©NikeInstagram war von Beginn an auf mobile BenutzerInnen optimiert. Diese Herangehensweise hat sich bezahlt gemacht. Über 63% der User weltweit nutzt Instagram mobil. Um nun dem geringeren Platz auf den Bildschirmen der Smartphones gerecht zu werden, ist der sichtbare Bereich der Caption auf die ersten 125 Zeichen reduziert. Alles was danach kommt, sieht der User erst, wenn er/sie auf „mehr“ klickt. Darum und auch weil die User sehr schnell durch die Timeline scrollen, MUSS die Caption sofort zum Punkt kommen und den/die BetrachterIn fesseln. Ein langes und ausführliches Intro ist also völlig fehl am Platz.

2. Eine Brand braucht eine Story

Brandstory ©Oakley

Eine Grundregel im Marketing, die auf keinen Fall vernachlässigt werden darf. Eine Brand kann noch so gute Produkte oder Dienstleistungen unter einem Dach vereinen. Wenn die Story fehlt oder nicht authentisch ist, wird niemand von der Marke inspiriert und es kann weder Verlangen noch Kult entstehen. Kult ist aber genau das, was im Gegensatz zu Performance nicht vergleichbar ist. Überzeugte Apple Nutzer beispielsweise prüfen nicht, ob ein Produkt des Mitbewerbs günstiger oder besser ist. Für sie muss es eine Apple Geräte sein. Apple hat es durch eine perfekte Brandstory geschafft, sich im Vergleich zu anderen Marken größtenteils aus dem Spiel zu nehmen. Das, obwohl der Mitbewerb in vielen Bereichen keine schlechteren Produkte erzeugt. Der springende Punkt ist, dass ihre Story weniger stark begeistert. Das bedeutet zwar nicht, dass Apple mehr verkauft als der Mitbewerb. ABER: Apple kann teilweise um ein Vielfaches mehr verlangen für das scheinbar gleiche Produkt.
Für unsere Caption bedeutet das: Verpackt euren Content & eure Fakten in einer Geschichte, die man erleben kann.  Aber wie kann bspw. ein Maschinenbaubetrieb eine Geschichte erzählen, die Menschen begeistert? In dem er die Menschen in diesem Unternehmen hinter dem Vorhang hervorholt und sie als Brand Ambassador agieren lässt, in dem die Firmenkultur aber auch die Geschichte des Unternehmens aufbereitet und kommuniziert wird, oder in dem man einen gewissen Lifestyle mit dem Unternehmen verbindet. All diese Maßnahmen haben ein Ziel. Wir wollen die Marke größer machen, ihr einen Charakter verleihen und den Rezipienten die Chance geben, sich damit zu identifizieren. Dieses Ziel lässt sich nicht mit einer guten Caption alleine lösen. Hier spielt das Bildmaterial eine ebenso wesentliche Rolle.

3. Aufbau der Caption

Wie bereits in Punkt 1 erwähnt, muss die Caption innerhalb von 125 Zeichen zum Punkt kommen. Das heißt aber nicht, dass die 2200 Zeichen, die Instagram zur Verfügung stellt, nicht genutzt werden dürfen. ABER: Umso länger der Text umso wichtiger ist es diesen ordentlich zu strukturieren und die Lesbarkeit über Emoticons & Absätze zu optimieren.

4. Fragen stellen

Starbucks Boo ©Starbuck

Wer auf Instagram sichtbar sein will, muss beim Engagement vorne mitmischen. Der Algorithmus entscheidet, neben einigen anderen Aspekten, hauptsächlich an der Zahl der Interaktionen, wie vielen Usern ein Beitrag angezeigt wird. Eine gute Möglichkeit, um die Engagement Rate hochschnellen zu lassen, ist es, eine Frage zu stellen. ABER: Die gestellte Frage muss einen großen Prozentsatz eurer Follower WIRKLICH interessieren. Es gibt nichts Schlimmeres als eine Frage zu stellen und keinen/keine interessiert es. Arten von Fragen:

  • Frage deine Community nach Feedback
  • Stelle Entscheidungsfragen (ja/nein)
  • Teile deine Geschichte – Erzähle eine persönliche Geschichte und lade die Community ein eine ähnliche Erfahrung preiszugeben

5. Gestaltungsmöglichkeiten

Emoticons und Schriftarten bzw. Sonderzeichen eignen sich hervorragend, um Texte aufzulockern und diese auch strukturierter und schöner zu gestalten. Die Benutzung auf Social Media steigt und steigt, aber es ist Vorsicht geboten, es nicht zu übertreiben. Oberstes Gebot ist es, dass alle Sonderzeichen für den Content relevant sind und der Markenpersönlichkeit entsprechen.

6. Hashtags

Neben Interaktion ist die Reichweite unser größtes Ziel. Genau hier kommen Hashtags ins Spiel. Sie erhöhen die Reichweite auf Instagram in einem enormen Ausmaß. Dieser Anstieg steht unter anderem mit der Tatsache in Verbindung, dass User mittlerweile nicht nur Personen und Brands folgen können, sondern auch Hashtags. Wir empfehlen den Einsatz von Hashtags wie folgt:

  • Setze einen Brand-Hashtag ein. Lege einen eigenen Hashtag für deine Brand oder dich selbst fest und nutze diesen Hashtag bei jedem Post
  • Nutze nur relevante Hashtags und nicht eine Unmenge davon. Die Reichweite schmilzt sehr schnell, wenn einfach irgendwelche x-beliebigen Hashtags eingesetzt werden. Finde heraus welche Hashtags für deine Brand oder dich relevant sind und setze diese Hashtags ein. Abhängig vom Content fügst du dann punktuell weitere Hashtags dazu. Wenn du zb. Ein Bild von einer Weihnachtsdeko postest, macht es Sinn zusätzlich #Christmas und ähnliche Hashtags einzusetzen.
  • Setze deine Hashtags im ersten Kommentar des Beitrags ab. So bleibt deine Caption sauber.

7. Verlinkungen

Im Gegensatz zu Facebook, wo deine Aktivitäten und Inhalte zum Teil im Feed von Personen angezeigt werden, die nicht mit dir befreundet sind, ist das bei Instagram ausgeschlossen. Jeder sieht nur was seine/ihre Community absetzt. Mit der Verlinkung von Brands oder Personen kannst du dieses System „aushebeln“. Immer dann, wenn du eine Person in deinen Beiträgen mit @ verlinkst, besteht die Möglichkeit, dass er/sie auf diese Verlinkung reagiert und/oder einen Kommentar absetzt. Genau dann, wird dein Beitrag eventuell auch auf seiner/ihrer Explore Page angezeigt und ermöglicht dir neue Kontakte. Auch hier verhält sich das Ganze ähnlich wie bei den Hashtags. Einfach wild irgendwelche User verlinken, wird nicht zum Erfolg führen. Funktionieren kann das System nur, wenn relevante Personen in deiner Caption oder auf einem Bild verlinkt sind.

8. Call to Action

linktree ©Denizbank AG Volley League

Wohl einer der ältesten Tipps in der Marketingwelt und auch auf den sozialen Medien zu 100% gültig. Fordere deine Follower auf mit dir zu interagieren oder auf eine andere Seite zu gehen. ACHTUNG: Ein Link in der Caption macht keinen Sinn. Wenn du einen Link klickbar einsetzen willst, trag diesen im Linkfeld in deiner Bio (Steckbrief) ein und weise mit „Link in Bio“ in deiner Caption darauf hin. Wenn du mehrere Links in der Bio verwenden willst, empfehlen wir mit linktr.ee zu arbeiten. Linktr.ee ermöglicht es dir eine Link-Kapsel mit mehreren Links kostenlos zu erstellen.

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